So. Ganz ehrlich, ich liege grade vollkommen geplättet im Bett und es ist erst dreiviertel Elf. Kann sein, dass ich beim Blogpost einschlafe, nicht der Langweile wegen, sondern der Müdigkeit. Es regnet. Dabei kann ich immer gut einschlafen, wenn der Regen so an mein Fenster klopft. Wer könnte noch alles an mein Fenster klopfen? Hoffentlich kein Edward oder jeglicher andrer Vampier. Ich war vorhin duschen, hab jetzt noch nasse Haare. Föhnen tu ich mir sie nie, das macht sie kaputt. Hoffentlich wird es morgen wärmer. In ein Paar Stunden muss ich schon wieder raus aus dem Bettchen. Dann heißt es sich fertig machen und losfahren. Ich fahre mit dem Rad, das tut mir echt immer gut. Und dann sehe ich wieder die Dinge, die mir zur Zeit echt zu schaffen machen. Ich fahre an einer Grundschule vorbei und jeden Morgen sehe ich neue Dinge.
Kleine Jungen, die kleinen Mädchen hinterherschreien.
Kleine Kinder, die irgendwelche krassen Raptexte auf ihren Handys hören.
Kleine Kinder, die rauchen.
Kleine Kinder, denen man ansieht, dass sie unzufrieden sind.
Kleine Kinder, die wütend sind. Wütend auf sich selbst und andere.
Kleine Kinder, die keine kleinen Kinder mehr sein wollen.
Die Kindheit ist die Zeit im Leben, in der man meiner Meinung nach geprägt wird. Man sollte behutsam mit ihr umgehen. Man sollte sie beschützen. Ich kann es nicht mitansehen, wenn sich die 3 Jungen jeden Morgen aufs Neue ihre Lungen mit Teer beschmutzen und sie den schwarzen Qualm vollkommen inhalieren. Ich will ihnen die Zigaretten wegnehmen. Das habe ich schonmal. Erst werden sie agressiv, dann provokativ, dann kleinlaut und dann geben sie vor, Verständnis und Räue zu besitzen. Doch das haben sie nicht. Man dreht sich um und schon lachen und kichern sie darüber und zünden den nächsten Todesbringer an. Ich finde es schon schlimm genug, wenn sich Erwachsene ihre Gesundheit versauen, aber Kinder? Kinder haben nicht genug Verantwortungsbewusstsein um für sich selbst zu entscheiden. Das müssen die Eltern übernehmen. Aber wieso machen sie das nicht? Es ist alles ein Teufelskreis. Ich rede nicht nur von Kindern mit Migrationshintergrund, nein, auch deutsche Kinder verwahrlosen oftmals. Ist das Umfeld an allem schuld? Sind es die Eltern, Freunde und Geschwister, die ihren Teil dazu beitragen? Als Kind gibt man nur Dinge wieder. Dinge, die man gelernt und eingeflößt bekommen hat. Meistens sind das die Kinder, die von ihren Eltern schon längst aufgegeben worden sind. Oder auch von ihren Lehrern. Aufgeben ist einfach zu einfach. Es ist schwieriger, ein Kind zu erziehen, als es zu verziehen. Es ist einfacher wegzuschauen. Doch was soll aus ihnen werden? Wollen sie hinterher einmal im Monat zu Britt, Frauentausch und We Are Family gehen um sich 50 Mark und eine belegte Semmel zu verdienen? Die Welt liegt in den Händen der Kinder. Wir können sie formen und deformieren. Es liegt an uns, was wir machen.
Ich möchte den Kindern helfen. Das ist mein größter Wunsch. Ich würde eher mich aufgeben als sie. Mein Traum ist es, eine Stätte aufzumachen und dort Kindern zu helfen, die genau in solchen Situationen stecken. Denn ich möchte die Welt in vernünftige und vor allem glückliche Hände geben.
Und was ist dein Traum?

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